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Ätherische Öle und Terpene

Essentielle Öle gehören zu den ältesten und wirkungsvollsten therapeutischen Mitteln und zur ganzheitlichen Medizin für Körper, Geist und Seele.


Deren überaus nützliche und positive Eigenschaften werden bei einer Vielzahl von Leiden und Krankheiten eingesetzt. Sogar bei entzündlichen und chronischen Erkrankungen werden sie seit mehr als 6.000 Jahren geschätzt. Der äußerliche Gebrauch ist wahrscheinlich am verbreitesten. Das Einnehmen von essentiellen Ölen ist jedoch einer der besten Wege, ihnen ihre gesundheitlichen Vorteile zu entlocken. Durch die orale Einnahme von ätherischen Ölen, können viele Inhaltsstoffe effektiver und in höherer Konzentration zur Entfaltung kommen. In reinem Zustand gehören essentielle Öle zu den bis jetzt bekanntesten, am meist konzentriertesten, natürlichen Extrakten. Sie weisen bedeutsame und sofortige hormonausgleichende, antivirale, entzündungshemmende und antibakterielle Wirkungen auf.

Essentielle Öle haben die einzigartige Fähigkeit, die Zellwände zu durchdringen und sich im Blut und Gewebe auszubreiten.

Terpene in der Waldluft: EINE WAFFE GEGEN DEN KREBS?

Unzählige chemische Verbindungen, die Bedeutungen tragen, schwirren gasförmig in der Waldluft umher. Sie alle gehören in die Stoffgruppe der Terpene. Könnten die Terpene für die gesundheitsfördernde Wirkung der Bäume auf uns Menschen ausschlaggebend sein? Um den Wahrheitsgehalt dieser Hypothese zu prüfen, ersannen Forscher der Nippon Medical School in Tokio ein grandioses Experiment. Ein Team aus elf Wissenschaftlern isolierte verschiedene Terpene aus Bäumen. Die Forscher um Qing Li wählten solche aus, die sie in der Waldluft besonders häufig gemessen hatten.

Das Ergebnis war bahnbrechend. Die Teilnehmer, die nachts Terpene eingeatmet hatten, wiesen am nächsten Tag eine deutliche Steigerung der Anzahl und Aktivität der natürlichen Killerzellen auf. Erhöht war auch der Gehalt von bestimmten Proteinen, die Killerzellen benötigen, um potenzielle Tumorzellen unschädlich zu machen. Die Krebsforscherin Roslin Thoppil von der US-amerikanischen Vanderbilt-Universität in Nashville, sowie der Pharmazieprofessor Anupam Bishayee am Larkin-Institut für Gesundheitswissenschaften in Miami, stießen, völlig unabhängig von der Waldmedizin, auf die Wirkung von Terpenen gegen bösartige Tumore. Sie analysierten zahlreiche Laborexperimente und fassten die Ergebnisse zusammen. Dabei zeigte sich, dass Krebsforscher die Wirksamkeit von pflanzlichen Terpenen gegen Tumore, zumindest in Zellkulturen, vielfach belegt hatten. Es ist auffällig, dass unser eigenes Immunsystem auf einige der Terpene in der Waldluft in ähnlicher Weise reagiert, wie die Bäume selbst, nämlich mit einer Steigerung der Abwehrkräfte. Daraus zu schließen, dass unser Immunsystem die chemische Sprache der Bäume verstehe, wäre evtl. zu weit gegriffen. Wir können aber mit Sicherheit sagen, dass diese Substanzen nichts Neues für unser Immunsystem sind. Es handelt sich um Heilungscodes aus der Natur.

Wir sind noch immer Teil des Netzwerks des Lebens. Diese Tatsache allein ist bereits ein guter Grund, die Perspektive zu wechseln. Anstatt zu sagen, der Kontakt zu Terpenen fördert unsere Gesundheit und lässt mehr natürliche Killerzellen und Antikrebsgeschütze in unserem Körper entstehen, sollten wir uns die Frage stellen, ob es nicht andersherum ist.

Die Trennung von natürlichen Ökosystemen, deren Teil wir sind, und somit auch die Trennung von den Terpenen, führt dazu, dass wir weniger natürliche Killerzellen und weniger vor Krebs schützende Stoffe in uns tragen, als es unter natürlichen Bedingungen der Fall wäre.

Nicht nur Umweltgifte und negative Einflüsse des modernen Lebens machen uns krank, sondern auch das Fehlen bioaktiver Substanzen aus der Pflanzenwelt, die unser Organismus benötigt, um gesund zu bleiben.

* Dieser Text ist ein gekürzter Auszug aus dem Buch „Der Heilungscode der Natur – die verborgenen Kräfte von Pflanzen und Tieren entdecken“, das Clemens G. Arvay 2016 im Riemann-Verlag veröffentlicht hat.

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